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Das Laden von Elektroautos hat oft noch seine Tücken.
Das Laden von Elektroautos hat oft noch seine Tücken. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Elektroauto: Automanager rechnen mit Scheitern des Batterieantriebs

Das Laden von Elektroautos hat oft noch seine Tücken.
Das Laden von Elektroautos hat oft noch seine Tücken. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Der Siegeszug des Elektroautos scheint für die Autoindustrie unaufhaltsam. Doch eine anonyme Umfrage unter Top-Managern zeigt noch eine große Skepsis beim Batterieantrieb. Von einem anderen System wird hingegen der Durchbruch erwartet, selbst in China.

Verfolgt man die Verlautbarungen großer Autokonzerne, liegt die Zukunft des Automobils eindeutig beim elektrischen Batterieantrieb. Kaum ein Unternehmen, das bis Mitte des nächsten Jahrzehnts nicht ein Viertel seiner Fahrzeuge als reine Elektroautos verkaufen will. In starkem Kontrast dazu erscheint eine Umfrage, die die Unternehmensberatung KPMG zu dem Thema veröffentlicht hat und über die das Manager Magazin zuerst berichtete. Demnach rechnet mehr als die Hälfte (54 Prozent) aller weltweit befragten Manager damit, dass die Verbreitung vollelektrischer Autos an der erforderlichen Ladeinfrastruktur scheitern wird.

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Zwar gibt es in der Umfrage unter mehr als 900 Managern von Herstellern, Zulieferern, Händlern und Finanzdienstleistern gewisse regionale Unterschiede. Doch mit Ausnahme von China (34 Prozent) überwiegt in allen anderen Weltregionen die Skepsis. In Indien ist sie mit 72 Prozent am höchsten, in Nordamerika mit 62 Prozent noch größer als in Westeuropa (54 Prozent).

Je höher die Position, desto skeptischer

Bemerkenswert an der Umfrage: Je höher die Unternehmensposition, desto eher rechnen die Befragten mit einem Scheitern des batteriebetriebenen Elektroautos. Dies ist bei zwei Drittel (67 Prozent) aller 229 befragten Firmenchefs und Aufsichtsratsvorsitzenden der Fall, während bei den Leitern der entsprechenden Geschäftsbereiche der Anteil bei 46 Prozent liegt. Aber selbst auf dieser Ebene überwiegt die Skepsis, da nur 38 Prozent der Bereichsleiter nicht mit einem Scheitern rechnen.

Die Ergebnisse für Deutschland unterscheiden sich dabei wenig von denen anderer Länder. Zwar rechnen "nur" 43 Prozent der 49 befragten Manager mit einem Scheitern vollelektrischer Batterieautos. "Pikant" ist nach Ansicht des Manager Magazins, dass darunter auch zwei Vorstands- oder Aufsichtsratschefs von deutschen Autokonzernen mit einem Jahresumsatz von mehr als zehn Milliarden US-Dollar sind. Wer die "Elektro-Dissidenten" seien, könne aufgrund der Anonymität der Umfrage nicht ermittelt werden, schreibt das Magazin. Dafür infrage kommt im Grunde jeder größere deutsche Autokonzern.

Brennstoffzelle soll Durchbruch bringen

Auch ein Chef eines großen deutschen Automobilzulieferers hat sich der Skepsis angeschlossen. Dafür in Frage kommen vom Umsatz her die fünf Zulieferer Bosch, Continental, ZF, Mahle und Schaeffler. Dieser skeptische Top-Manager hält zudem die Aussage "absolut" für zutreffend, dass der Brennstoffzellenantrieb den wirklichen Durchbruch der Elektromobilität bringen wird. Dieser Aussage stimmen die zwei befragten Top-Manager der Autoindustrie immerhin "teilweise" zu. Global halten 77 Prozent der befragten Manager diese Aussage für "absolut" oder "teilweise" zutreffend. In China liegt der Anteil mit 80 Prozent sogar noch höher als im weltweiten Schnitt.

Allerdings ist für die Befragten die mangelhafte Ladeinfrastruktur nicht einmal der wichtigste Grund, der der Anschaffung eines Elektroautos im Wege steht. Laut KPMG gaben 30 Prozent der Befragten an, dass die Kosten die größte Herausforderung bei der Elektromobilität darstellten. Die Frage des Netzausbaus und der Ladeinfrastruktur nannten hingegen nur 28 Prozent als wichtigsten Grund. Auch hier gab es große Unterschiede, was den chinesischen Markt betrifft. Dort werden Stromnetz und Lademöglichkeiten von 47 Prozent der Befragten als größte Hürde gesehen, während die Kosten mit 18 Prozent eine deutlich geringere Rolle spielen. In Deutschland wurden die Herausforderungen bei der Infrastruktur mit 39 Prozent ebenfalls größer als die der Kosten (31 Prozent) eingeschätzt.

Koalition setzt auf saubere Verbrenner

Welche Hürden beim Laden eines Elektroautos an öffentlichen Stationen derzeit zu überwinden sind, hat ein Test eines E-Golf im vergangenen November durch Golem.de gezeigt. Zudem hatte der Chaos Computer Club (CCC) zuletzt große Sicherheitsmängel bei den Ladekarten festgestellt. Union und SPD haben bei den Sondierungsgesprächen in dieser Woche festgehalten, dass sie die E-Mobilität fördern wollen. In einem entsprechenden Arbeitsgruppenpapier, das Golem.de vorliegt, ist zudem von "effizienteren und sauberen Verbrennungsmotoren inklusive Nachrüstungen" die Rede.


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NaruHina 15. Jan 2018

auf meinen üblichn strecken würden selbst 80km locker reichen, also immernoch über 100km...

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ramboni 15. Jan 2018

Eine weitere kleine Zusammenfassung der Thematik: https://youtu.be/eofo_mHspN0 Ladedauer...

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mfeldt 15. Jan 2018

Doch Blei204 hat übrigens eine Halbwertszeit von 10^17 Jahren - das strahlt noch viel...

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Trollversteher 15. Jan 2018

Naja, mein Beispiel war ja jetzt alles Andere als ein paranoides Horrorszenario ohne...

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Trollversteher 15. Jan 2018

Dazu muss man aber der Fairnesshalber anmerken, dass der Mirai selbst ohne Verdoppelung...

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